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Sozialer Wandel und GewaltkriminalitätSozialer Wandel und Gewaltkriminalität
Sozialer Wandel und Gewaltkriminalität
Autoren: Thome, Helmut / Birkel, Christoph

Sozialer Wandel und Gewaltkriminalität

Deutschland, England und Schweden im Vergleich, 1950 bis 2000

Aus der Reihe: Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration

2007. 457 S. mit 65 Abb. u. 52 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-14714-7

Hintergründe und Fakten zur Entwicklung der Gewaltkriminalität

39,95
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Das Buch
In fast allen ökonomisch hoch entwickelten Ländern ist die Gewaltkriminalität in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts deutlich angestiegen - in Umkehrung eines langfristig rückläufigen Trends individueller (außerstaatlicher) Gewaltanwendung seit Beginn der Neuzeit. Die Autoren entwickeln hierfür einen Erklärungsansatz, der vor allem von Norbert Elias' Zivilisationstheorie und Emile Durkheims Gesellschaftstheorie inspiriert worden ist. Sie präsentieren detaillierte Zeitreihen über die Entwicklung unterschiedlicher Formen der Gewaltkriminalität, die sodann in Beziehung gesetzt werden zu bestimmten Aspekten des ökonomischen und sozialen Strukturwandels in den drei Vergleichsländern, die ihrerseits auf Veränderungen des Integrationsmodus moderner Gesellschaften hinweisen. Die Analyse befasst sich insbesondere mit der Effektivität und Legitimität des staatlichen Gewaltmonopols, den wohlfahrtsstaatlichen Sicherungs- und Steuerungssystemen, Formen der Sozialkapitalbildung, ökonomischer und sozialer Ungleichheit, Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen, verschiedenen Aspekten einer zunehmenden Ökonomisierung der Gesellschaft, dem Wandel von Familienstrukturen und der Nutzung von Massenmedien und modernen Kommunikationstechnologien.
Aus dem Inhalt
Theoretischer Bezugsrahmen und Problemstellung - Methodologische Probleme - Die Entwicklung der Gewaltkriminalität 1953-1997 - Basisindikatoren der ökonomischen Entwicklung in Deutschland, Großbritannien, Schweden, USA - 1950 bis 2000 - Erosion des staatlichen Gewaltmonopols - Sozialstrukturelle Voraussetzungen des kooperativen versus desintegrativen Individualismus - Medien und Gewalt: Anomie durch Entgrenzung - Resümee
Zielgruppe
- Soziologie
- Kriminologie
- Politikwissenschaft
- Geschichtswissenschaft
Autoren | Herausgeber
Helmut Thome ist Professor für Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Christoph Birkel, M.A., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Rezensionen
"Der Band enthält eine Fülle von methodisch und inhaltlich gut begründeten, ausgesprochen differenzierten Ergebnissen zum Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Bedingungen im Wandel und deren Auswirkung auf die Gewaltkriminalität, wie sie bisher in diesem Umfang nicht vorlagen. Er ist allen an dem Thema Interessierten zu empfehlen. Besonders wünschenswert wäre, wenn er von möglichst vielen Politikern gelesen würde, denn auch und gerade für diese enthält er zentrale Aussagen." KrimJ - Kriminologisches Journal, 04/2008
"Die Studie überzeugt gleichermaßen durch den gewählten theoretischen Bezugsrahmen wie durch die breite empirische Basis." www.zpol.de (Zeitschrift für Politikwissenschaft), 31.03.2008
"[...] besides presenting a differentiated discussion of theoretical approaches in order to explain the long-term trend of increasing violent crime rates the book by Thome and Birkel gives a quite impressive and empirically saturated overview of some of the most important trends of social change in three important developed countries." Archives Européennes de Sociologie/European Journal of Sociology, 03/2007
"Wer von einem Buch mit dem Titel 'Sozialer Wandel und Gewaltkriminalität' die übliche Zusammensetzung aus trockenen empirischen Ergebnissen zum letzteren Phänomen einerseits, begleitet von einem (dünnen) theoretischen Rahmen über das erstere erwartet, würde dem [...] Buch Unrecht tun. [...]. Der Band hält [...] nicht nur, was er im Titel verspricht, sondern leistet darüber hinaus noch viel mehr. In einem Satz charakterisiert bietet das Buch ein starkes Plädoyer für den Sozialstaat, gestützt auf Daten über die Entwicklung der Gewaltkriminalität in industrialisierten, westeuropäischen Ländern." KZfSS - Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 04/2007
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