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Ein Leben ohne KinderEin Leben ohne Kinder
Ein Leben ohne Kinder
Hrsg.: Konietzka, Dirk / Kreyenfeld, Michaela

Ein Leben ohne Kinder

Kinderlosigkeit in Deutschland

2007. 429 S. mit 42 Abb. u. 54 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-14933-2

Über ein zentrales Problem der Gesellschaft

39,90
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Das Buch
In fast allen europäischen Ländern sind die Anteile kinderlos bleibender Männer und Frauen in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Deutschland nimmt in dieser Hinsicht eine Spitzenposition ein.
Die Medien haben das Thema in jüngster Zeit für sich entdeckt; dort ist Kinderlosigkeit immer stärker in den Brennspiegel der Diskussionen um die "Krise" der Familie, den demografischen Wandel, den Umbau des Sozialstaats und eine gerechte Verteilung der Kosten der gesellschaftlichen Alterung gerückt.
Der überwältigenden sozialpolitischen und medialen Aufmerksamkeit steht jedoch ein Mangel an Fakten gegenüber. Ausmaß und Ursachen der Kinderlosigkeit in Deutschland sind bislang nur unzureichend empirisch untersucht worden. In der öffentlichen Debatte herrscht ein unkritischer und missverständlicher Gebrauch statistischer Daten vor. Auf der Grundlage eines lückenhaften empirischen Wissens werden häufig voreilige Diagnosen über die Ursachen und "Verantwortlichen" eines komplexen Aspekts des sozialen und kulturellen Wandels getroffen.
Die in diesem Band versammelten Beiträge leisten eine Bestandsaufnahme eines Phänomens, die über moralische Schuldzuweisungen, mediale Kampagnen und kurzschlüssige Lösungsvorschläge wie "Strafsteuern" für Kinderlose weit hinausgeht. Sie zeigen das Ausmaß, die sozialen Hintergründe und die Folgen von Kinderlosigkeit in Deutschland und im internationalen Vergleich auf. Damit bieten sie dem Leser einen fundierten Einblick in die unterschiedlichen Ausprägungen und Dimensionen eines zentralen Phänomens des gegenwärtigen demografischen Wandels.
Aus dem Inhalt
Probleme der Analyse von Kinderlosigkeit - Bildung der Frau und Kinderlosigkeit - Männer und Kinderlosigkeit - Internationale Vergleiche - Theoretische Erklärungen der Kinderlosigkeit
Zielgruppe
- SoziologInnen
- ErziehungswissenschaftlerInnen
- an Politik und Gesellschaft Interessierte
Autor | Herausgeber
Dirk Konietzka ist Professor für Soziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig.
Dr. Michaela Kreyenfeld ist Jun.-Professorin für Ursachen und Konsequenzen des demografischen Wandels am Institut für Soziologie der Universität Rostock.
Rezensionen
"Letztlich liest man jeden der Aufsätze mit Interesse, kann die Fragestellungen nachvollziehen und die Ergebnisse bestaunen." MaxPlanckForschung - Das Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft, 03/2007
"Der Band ist ein sehr guter Einstieg in die derzeit gängigen wissenschaftlichen Zugangsmöglichkeiten zum Thema Kinderlosigkeit. Viele Beiträge arbeiten mit detaillierten Tabellen und instruktiven Graphiken. Hervorzuheben ist besonders die kritische Reflektion der verfügbaren statistischen Daten. Rundum gelungen." www.webcritics.de, 11.12.2007
"Der Sammelband beleuchtet das Thema Kinderlosigkeit in Deutschland in zahlreichen Facetten und ist damit eine gelungene Bestandsaufnahme dieses demographischen Phänomens." Eichstätter Familien-Prisma, Herbst 2007
"Ein Thema, über das schon eine Reihe spektakulärer Bücher erschienen sind, wird hier auf eine angenehm unspektakuläre Weise betrachtet. Das vorhandene Zahlenmaterial zum Thema 'Kinderlosigkeit' ordnen die Autoren in den europäischen und zeitgeschichtlichen Kontext ein." www.vorwaerts.de, 15.10.2007
"Das [...] Buch sei jedem empfohlen, der es genauer wissen will und sich für die viel weiter gefassten, weil auf zuverlässigeren Daten beruhenden Denkansätze anderer europäischer Länder interessiert [...]. Die beiden Herausgeber haben vor allem mit ihren Ost-West-Studien belegt, wie absurd hierzulande teilweise die Diskussion um Geburtentief und Kinderlosigkeit verlief." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2007
"Das Buch [...] zeigt eindrucksvoll, wie durch die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie die ungewollte Kinderlosigkeit zunimmt. Im Gegensatz zu marktschreierischen Büchern [...] legt die sozialwissenschaftliche Forschung eine Modernisierung der Familie durch die stärkere Einbeziehung der Mütter in den Arbeitsmarkt nahe." www.single-generation.de, 01.06.2007
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