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FaschismusFaschismus
Faschismus
Autor: Saage, Richard

Faschismus

Konzeptionen und historische Kontexte. Eine Einführung

2007. 239 S. mit 18 Abb. Br.
ISBN: 978-3-531-15387-2

Lehrbuch

Was ist der Faschismus - ein Lehrbuch zur Theorie!

34,95
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Das Buch
Über sechzig Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches lebt die Erinnerung an die dunkelste Epoche der deutschen Geschichte zwischen 1933 und 1945 ungebrochen weiter, als handele es sich um einen Zivilisationsbruch, der erst gestern geschehen ist. Bei einem solchen virulenten Aktualitätsbezug verwundert es nicht, dass über das Dritte Reich eine Fülle von Publikationen erschienen sind, die ganze Bibliotheken füllen. Angesichts dieser unübersichtlichen Forschungslage will Richard Saage nicht nur dem engeren Fachpublikum einen Leitfaden bieten. In ideengeschichtlicher Vertiefung geht es ihm darum, die wichtigsten Faschismuskonzeptionen im Kontext ihrer Entstehung zu rekonstruieren: Es handelt sich um sowjetmarxistische, bonapartismustheoretische, konflikttheoretische, totalitarismustheoretische, modernisierungstheoretische, geistesgeschichtliche und sozialpsychologische Faschismusinterpretationen. Neben der Darstellung dieser konzeptionellen Deutungsmuster, die in 17 Schaubildern zur Orientierung des Lesers grafisch vereinfacht dargestellt werden, unternimmt es Sage auch, sie auf ihre analytische Tragweite und Grenzen zu untersuchen. Ein Abkürzungsverzeichnis und Personenregister tragen erheblich zur Steigerung des Gebrauchswertes des vorliegenden Buches bei.
Aus dem Inhalt
Erstes Kapitel: Einleitung - Zweites Kapitel: Sowjetmarxistische Interpretationen des Faschismus - Drittes Kapitel: Bonapartismustheoretische Faschismusinterpretationen - Viertes Kapitel: Konflikttheoretische Ansätze einer Faschismusanalyse - Fünftes Kapitel: Der totalitarismustheoretische Ansatz - Sechstes Kapitel: Der Faschismus als Gegenstand der Modernisierungstheorie - Siebtes Kapitel: Geistesgeschichtliche Faschismusdiagnosen - Achtes Kapitel: Sozialpsychologische Faschismuskonzeptionen - Neuntes Kapitel: Epilog - Quellen und Literatur
Zielgruppe
PolitikwissenschaftlerInnen
HistorikerInnen
Autor | Herausgeber
Dr. Richard Saage ist Universitätsprofessor für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle.
Rezensionen
"In einer Zeit, in der allgemeine Theorien, besonders über Faschismus 'keine Konjunktur' haben, legt Saage einen empfehlenswerten Überblick vor. Bewußt verzichtet er auf den Titel Faschismustheorien und redet von Konzeptionen, bewußt bleibt er beim Begriff Faschismus. Dafür sprechen das Verständnis der Epoche, die Legitimation bis zur Rechtfertigung des Holocaust, die Beziehung der faschistischen Bewegungen, zwischen dem allgemeinen Begriff und der Empirie einzelner besteht eine fruchtbare Spannung. Saage begreift seine Darstellung als ideengeschichtlich vertiefte 'Paradigmenforschung'."
Das Historisch-Politische Buch, 05/2208
"Was [...] an dem Autor - der gut bekannt ist aus seinen hochinteressanten Abhandlungen zur Utopieforschung - immer wieder beeindruckt, ist seine umfangreiche Literaturkenntnis und die ruhige Diktion der Wiedergabe seines profunden Wissens. Davon kann der Leser auf jeden Fall profitieren."
AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 02/2009
"Auf der ideologiekritischen Ebene der Forschung zum deutschen Faschismus [...] bietet das Buch einen guten und diskussionsanregenden Überblick."
www.projekte.free.de/lotta/rezensionen.htm, 10.02.2009
"Der Hallenser Politikphilosoph und Utopieforscher Richard Saage ist in besonderem Maße prädestiniert, ein Lehrbuch zum Thema vorzulegen, war er doch einer der wenigen bedeutenden deutschen Sozialwissenschaftler, die - unbeeindruckt von konservativer Kritik - den faschismustheoretischen Ansatz bereits vor dem jüngsten Hoch in der internationalen Faschismusforschung verteidigten. So nimmt es auch nicht wunder, dass Saage mit seinem neuen Buch eine besonders tiefgehende und gut strukturierte Überblicksdarstellung liefert."
PVS - Politische Vierteljahresschrift, 03/2008
"Saage unterscheidet [...] sieben Großkonzeptionen [...], deren wichtigste Vertreter er vorstellt und interpretiert. Dies geschieht auf gut strukturierte und für dieses Thema erstaunlich leicht lesbare Weise. Zudem
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