Vorhandene Benutzerbewertungen zum Titel "Handbuch der Polizeien Deutschlands"
Georg Brandt schrieb
am 01.04.2012 um 12:59 Uhr
Ein Handbuch zu den Polizeien der deutschen Länder und des Bundes war und ist überfällig für die interessierte Öffentlichkeit und die Fachwissenschaften, die wissenschaftliche Forschung. Das vorliegende Werk kann allerdings nur sehr eingeschränkt als Handbuch im Wortsinn verstanden werden: Die Kapitelgliederung - jedes Kapitel hat mindestens eine Autorin, einen Autoren - nach Polizeien istwahrscheinlich themenimmmanent; allerdings sind die Kapitel zuwenig systematisch einander ähnlich, als das tatsächlich von einem Handbuch gesprochen werden könnte.
Dem Werk fehlt eine Einleitung, in der die Herausgeber offenlegten, welche Fragestellungen sie hatten und wie es zur Gewinnung der Autorinnen und Autoren kam.
Nach meiner Meinung liegt dem unsystematischen Zugang dieses Handbuches zu seinem Thema das allgemeine Problem der wissenschaftlichen Erforschung der deutschen Polizeien in Deutschland zugrunde: Expertinnen und Experten gehören fast stets in Person entweder zur Polizei,den Innenministerien oder den Ausbildungseinrichtungen für die Polizei an. Ihr Abstand zum Thema ist oft weniger als gering, sie sind mitunter selber Partei in aktuellen politischen Fragen der Durchsetzung spezifischer aktueller Organisationsreformen und vertreten eher hier Interessen, als dass sie wissenschaftliche Fragestellungen reflektierten. Im Falle dieses Handbuches sind von der 29 Herausgebern und Autorinnen und Autoren zehn Angehörige von Fachhochschulen für die Polizeiausbildung, vier Angehörige der Deutschen Hochschule der Polizei, neun aus dem aktiven Polizeidienst oder sind pensionierte Polizeibeamte, davon einer aus der Öffenlichkeitsarbeit einer Polizei, drei gehören direkt polizeilichen Bildungseinrichtungen an und vier kommen aus Innenministerien. Nur zwei geben an, Angehörige von allgemeinen Universitäten zu sein.
Ein nach wissenschaftlichen Kriterien systematisiertes Handbuch für die deutschen Polizeien lässt weiter auf sich warten. Der Autor dieser Zeilen versteht dies als niederschmetterndes Resultat für die Kontrolle der exekutiven Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland.
Georg Brandt schrieb
am 01.04.2012 um 12:50 Uhr
Ein Handbuch zu den Polizeien der deutschen Länder und des Bundes war und ist überfällig für die interessierte Öffentlichkeit und die Fachwissenschaften, die wissenschaftliche Forschung. Das vorliegende Werk kann allerdings nur sehr eingeschränkt als Handbuch im Wortsinn verstanden werden: Die Kapitelgliederung - jedes Kapitel hat mindestens eine Autorin, einen Autoren - nach Polizeien istwahrscheinlich themenimmmanent; allerdings sind die Kapitel zuwenig systematisch einander ähnlich, als das tatsächlich von einem Handbuch gesprochen werden könnte.
Dem Werk fehlt eine Einleitung, in der die Herausgeber offenlegten, welche Fragestellungen sie hatten und wie es zur Gewinnung der Autorinnen und Autoren kam.
Nach meiner Meinung liegt dem unsystematischen Zugang dieses Handbuches zu seinem Thema das allgemeine Problem der wissenschaftlichen Erforschung der deutschen Polizeien in Deutschland zugrunde: Expertinnen und Experten gehören fast stets in Person entweder zur Polizei,den Innenministerien oder den Ausbildungseinrichtungen für die Polizei an. Ihr Abstand zum Thema ist oft weniger als gering, sie sind mitunter selber Partei in aktuellen politischen Fragen der Durchsetzung spezifischer aktueller Organisationsreformen und vertreten eher hier Interessen, als dass sie wissenschaftliche Fragestellungen reflektierten. Im Falle dieses Handbuches sind von der 29 Herausgebern und Autorinnen und Autoren zehn Angehörige von Fachhochschulen für die Polizeiausbildung, vier Angehörige der Deutschen Hochschule der Polizei, neun aus dem aktiven Polizeidienst oder sind pensionierte Polizeibeamte, davon einer aus der Öffenlichkeitsarbeit einer Polizei, drei gehören direkt polizeilichen Bildungseinrichtungen an und vier kommen aus Innenministerien. Nur zwei geben an, Angehörige von allgemeinen Universitäten zu sein.
Ein nach wissenschaftlichen Kriterien systematisiertes Handbuch für die deutschen Polizeien lässt weiter auf sich warten. Der Autor dieser Zeilen versteht dies als niederschmetterndes Resultat für die Kontrolle der exekutiven Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland.