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Von Kriegsverächtern und KriegsverfechternVon Kriegsverächtern und Kriegsverfechtern
Von Kriegsverächtern und Kriegsverfechtern
Autor: Rechmann, Annika

Von Kriegsverächtern und Kriegsverfechtern

Die Berichterstattung über den Irak-Krieg 2003 in deutschen und amerikanischen Qualitätszeitungen

2008. XI, 175 S. Br.
ISBN: 978-3-8350-6090-6

49,95
Lieferbar, versandfertig in 3 Tagen
Das Buch
Kaum ein internationaler Konflikt hat in jüngerer Zeit eine derart polarisierende Kraft entfaltet wie der Irak-Krieg 2003. Befürworter und Gegner der amerikanischen Politik stehen sich bis heute unversöhnlich gegenüber. Zugleich hat der Konflikt wenig zu einer öffentlich über die Medien geführten Debatte beigetragen. Diesseits und jenseits des Atlantiks verharrten Journalisten weitgehend auf nationalen Standpunkten, statt einen kritischen Diskurs auch über Staatsgrenzen hinweg zu führen.
Mittels einer umfassenden quantitativen Inhaltsanalyse zeichnet Annika Rechmann ein differenziertes Bild der Berichterstattung über den Irak-Krieg 2003 in deutschen und amerikanischen Qualitätszeitungen. In Anlehnung an die Theorie des kommunikativen Handelns und der deliberativen Demokratie von Jürgen Habermas fragt sie: „Wie konnten zwei freiheitliche Gesellschaften den Krieg so unterschiedlich wahrnehmen?“ und „Wieso kommt es nicht zu einem fruchtbaren Diskurs zwischen den polarisierten Lagern?“. Antwortmöglichkeiten lassen sich durch einen systematischen Vergleich der politischen Systeme und der politischen Kommunikationskultur beider Staaten finden. So zeigt sich, dass in Deutschland ein Stil politischer Kommunikation vorherrscht, während Amerika von einem Stil kommunikativer Politik geprägt ist.
Aus dem Inhalt
Chronik eines vorhersehbaren Krieges
Politische Kommunikation: Ein Prozess demokratischer Streitkultur
Rückblicke auf die Irak-Krise: Polarisation der Positionen
Gesellschaftlicher Diskurs aus kommunikationstheoretischer Sicht
Kommunikation im Irak-Konflikt vor dem Hintergrund der Theorie des kommunikativen Handelns
Deliberative Demokratie und Massenmedien
Die Berichterstattung über den Irak-Krieg in deutschen und amerikanischen Qualitätszeitungen
Politische Kommunikation der kommunikativen Politik: Die politischen Systeme Deutschlands und der USA im Vergleich
Zielgruppe
Journalisten und Interessierte an Medien, Politik, internationalen Konflikten, wie dem Irak-Krieg und an USA-Deutschland-Vergleichen; Wissenschaftler und Studierende der Kommunikations- und Medienwissenschaften, der Publizistik, Journalistik, Politik- und Sozialwissenschaft bzw. Soziologie
Autor | Herausgeber
Annika Rechmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind politische Kommunikation, Krisen- und Konfliktkommunikation, Kommunikationspolitik sowie internationale Vergleiche.
Rezensionen
"Rechmann untersucht die Berichterstattung zum Irak-Krieg 2003 in deutschen und amerikanischen Qualitätszeitungen. [...] Die Autorin veranschaulicht präzise die Unterschiede in der Berichterstattung und kommt zu einem differenzierten Ergebnis. Zwar zeigen die Artikel aus US-Zeitungen deutliche Mängel [...], die deutschen Qualitätszeitungen sind in ihrer Kritik am Irak-Krieg jedoch ebenfalls nur dem gesellschaftlichen Konsens gefolgt. Die höchst relevante Schlussfolgerung ist also, dass dich die wechselseitige Ablehnung der politischen Positionen in hohem Maße in der Berichterstattung spiegelte." www.zpol.de (Zeitschrift für Politikwissenschaft), 10.07.2008
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