Mehr Gemeinwohl wagen!

14.05.2009
Skizzen zu einer Charta für die nächste Generation | Buchpräsentation am 28. Mai 2009 im Münzsalon in Berlin
Wiesbaden, 14.05.2009. Wird sich die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer Gesellschaftskrise ausweiten und das soziale Kapital der Republik zerstören? Stehen wir nach 1949, 1969 und 1989 abermals vor einem grundlegenden Einschnitt in das Gewebe von Staat und Gesellschaft? Diese Fragen haben sich Daniel Dettling und Christian Schüle gemeinsam mit 20 Autorinnen und Autoren im Alter zwischen 30 und 40 in ihrem aktuellen Band gestellt. Das Buch soll die nächste Generation dazu aufrufen, eine Charta des Gemeinwohls und der Bürgerbeteiligung zu erarbeiten, die zur Grundlage eines neuen Gesellschaftsvertrages werden könnte. Am 28. Mai 2009 um 19 Uhr stellen die Herausgeber mit Autoren des Bandes und Hermann Gröhe, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, das Buch der Öffentlichkeit vor. Die Buchpräsentation und Podiumsdiskussion findet im Münzsalon in Berlin (Münzstraße 23, 10178 Berlin-Mitte) statt.
In Minima Moralia der nächsten Gesellschaft geht es um konstruktive Grundpositionen für ein zukunftsfähiges Leben im nächsten Deutschland. Das Buch soll als Forum zur Selbst-Klärung sowie Selbst-Erklärung der heute Dreißigjährigen dienen, in dem die Grundlagen der Demokratie neu verhandelt werden und zur diskursiven Debatte eingeladen wird. Im Hinblick auf den 60. Jahrestag des deutschen Grundgesetzes im Mai 2009 nimmt es sich die Analyse und mögliche Neubegründung der res publica vor. Zur Diskussion stehen Organisationsfiguren einer neuen sozialen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Ordnung. 20 Frauen und Männer zwischen 30 und 40 aus voneinander unabhängigen Berufszweigen und mit diversen Lebensläufen liefern eine repräsentative, in Teilen auch verallgemeinerungsfähige Selbstbeschreibung der nächsten Generation. Alle Autoren haben dabei aus ihrer jeweils subjektiven Lebens- und Arbeitswirklichkeit geantwortet.
"Eine verbindliche Übereinkunft dessen, wie der Geist des Öffentlichen in Zukunft verfasst sein soll, ist schwer zu finden. Das Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit von Demokratie und Sozialer Marktwirtschaft scheint zu schwinden, Studien diagnostizieren Demokratiemüdigkeit, und wenn Partizipation am politischen Prozess überhaupt zu erkennen ist, bezieht sie sich oft auf idealistische Projekte", stellen Dettling und Schüle fest. Die Frage, die sich stellt: Wie können die heute Dreißigjährigen, die Generation der vermeintlich Unpolitischen und Hedonisten, die intellektuelle Basis der nächsten Gesellschaft schöpferisch prägen? Was können sie praktisch bewegen – und mit welchen Mitteln?
Dr. Daniel Dettling ist Jurist und Politikwissenschaftler und leitet den Thinktank . Christian Schüle ist Essayist, literarischer Autor und Publizist.
Anmeldungen zur Veranstaltung richten Sie an Karen Ehrhardt. Interviews mit den Herausgebern und Podiumsteilnehmern sind vor Ort möglich.
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Karen Ehrhardt M.A. | PR-Referentin
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Bibliografie:
Standpunkte eines neuen Generationenvertrags
herausgegeben von Daniel Dettling und Christian Schüle
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2009.
169 Seiten. Broschur.
EUR 24,90
ISBN 978-3-531-16475-5