Reichtum und gesellschaftliche Verantwortung

17.11.2010
Ergebnisse der Studie "Vermögen in Deutschland" erscheinen im VS Verlag | Pressekonferenz + Buchpräsentation an der Universität Potsdam
Wiesbaden / Potsdam, 17.11.2010. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer, die Mittelschicht schrumpft. Doch wer sind "die Reichen" und was tun sie mit ihrem Vermögen? Mit der Studie "Vermögen in Deutschland" (
ViD) wurden 2009 erstmals gezielt die ein bis drei Prozent der reichsten Bürger Deutschlands befragt. Zentrale Ergebnisse dieser Studie präsentieren Wolfgang Lauterbach, Thomas Druyen und Matthias Grundmann im Buch aus dem Wiesbadener und stellen dabei fest, dass sich Reiche in Deutschland überdurchschnittlich gesellschaftlich engagieren. Die drei Herausgeber stellen das Buch am 24.11.2010 | 10:00 - 11:00 Uhr in einer Pressekonferenz an der (Am Neuen Palais (Komplex I) | Haus 8 | Raum 0.75 | 14469 Potsdam) vor.
"Vermögen in Deutschland" bietet erstmals einen detaillierten Einblick in die Besonderheiten der wohlhabenden Bevölkerung. Die Beiträge von Soziologen und Psychologen analysieren Unterschiede zur Mittelschicht, gesellschaftliches Engagement und mentale Typen aus der Perspektive der Vermögenskultur: "Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung unter Deutschland Reichen ist hoch ausgeprägt: mehr als acht von zehn Befragten engagieren sich. Das durchschnittliche Haushaltsgesamtvermögen der
ViD-Befragten beträgt mit 2,5 Mio. Euro in etwa das Zehnfache des Vermögens der Mittelschicht, ihre Spenden mit jährlich durchschnittlich 4.500 Euro etwa das Vierzehnfache des Durchschnitts der in Deutschland steuerlich geltend gemachten Spenden", lautet das positive Fazit der Herausgeber.
Bereits im Vorfeld der
ViD-Studie ist im September 2009 ein erstes Buch der Herausgeber zum Thema erschienen: gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu gesellschaftlichem Engagement, Sozialprofil, Lebensstil und Genese des Wohlstands reicher Haushalte und Personen.
Dr. Wolfgang Lauterbach ist Professor für sozialwissenschaftliche Bildungsforschung im Profilbereich Empirische Bildungwissenschaften an der Universität Potsdam und Leiter der Studie
ViD. Dr. Thomas Druyen ist Professor für vergleichende Vermögenskultur an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Direktor des gleichnamigen Instituts und Begründer der Vermögenskulturforschung. Dr. Matthias Grundmann ist Professor für Soziologie am Institut für Soziologie der Universität Münster.
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