Welche Zukunft für die FDP?

28.02.2005
Jürgen Dittberner zieht Bilanz: Erste umfassende Übersicht zu Historie und Perspektiven der FDP
Wiesbaden, 28. Februar 2005. Ein unscharfes programmatisches Profil und immer wieder Personalquerelen haben die Freien Demokraten an politischer Bedeutung als Oppositionspartei einbüßen lassen. Der Potsdamer Politikprofessor und langjähriges FDP-Mitglied Jürgen Dittberner legt mit seinem im VS Verlag für Sozialwissenschaften erschienenen Einführungswerk - - die bislang einzige umfassende Übersicht zur Entwicklung und den Perspektiven der FDP vor. Jürgen Dittberner hatte verschiedene Leitungsfunktionen innerhalb der Partei inne (ehemaliger Landesgeschäftsführer der FDP Berlin, ehemaliger Staatssekretär in Berlin und Brandenburg) und zieht als Insider im Jubiläumsjahr der FDP Bilanz über die Zukunftsfähigkeit seiner Partei.
Zentrale These von Jürgen Dittberner: "Der organisierte Liberalismus in der Bundesrepublik hat sich weit von seinen Ursprüngen entfernt. Es stimmt nicht, dass es kein liberales Milieu mehr gäbe. Dieses hat sich aber gewandelt und die FDP hat ihre einstige Stammklientel den Grünen überlassen."
Nach dem Regierungswechsel 1998 wurde das Interesse der FDP-Organisation an ihrem eigenen Fortbestehen zum Maßstab jeglichen Handelns. Erst nach der mißglückten Bundestagswahl 2002 und dem Tod von Jürgen W. Möllemann versuchte die FDP wieder verstärkt, das liberale Milieu zurück zu gewinnen.
Eine erfolgreiche liberale Renaissance hält Jürgen Dittberner zwar für möglich aber eher unwahrscheinlich. Die Begründung dazu liefern unter anderem Interviews mit aktuellen und ehemaligen Spitzenkräften der FDP (z.B. Guido Westerwelle, Bundesinnenminister a.D. Gerhart Baum oder Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger). Als FDP-Insider und aktiver Kommunalpolitiker zeichnet Dittberner den Weg der Partei auch aufgrund seiner eigenen Beobachtungen nach. Weitere Grundlage seiner Prognosen sind die Forschungsergebnisse von universitären Projektgruppen. So zeigt Dittberner die Rahmenbedingungen auf, unter denen die FDP zu ihren liberalen Wurzeln zurückkehren könnte und Antworten auf die aktuellen politischen Fragen formulieren kann. Das Buch
Die FDP - Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven ist die bislang einzige Gesamtdarstellung zur Partei.
Jürgen Dittberner steht gerne für Interviews oder Hintergrundgespräche zur Verfügung.
Der VS Verlag für Sozialwissenschaften mit Sitz in Wiesbaden ist ein Unternehmen der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media, Berlin.