Wahl 2005: Fällt die Entscheidung vor dem Fernseher?

logo 26.08.2005

Pressegespräch mit Manfred Güllner und Michael Spreng / 5. September 2005, 11 Uhr, Meinungsforschungsinstitut forsa Berlin

Wiesbaden, 26. August 2005. Wahlprognosen werden in dem Maße schwieriger, in dem die Parteienbindung sinkt. Ein wichtiges Merkmal des individualisierten Wählers in der Mediendemokratie: Er orientiert sich an kurzfristigen Einfluss-faktoren wie politischen Streitfragen und den Problemlösungskompetenzen der Spitzenkandidaten. Die mediale Vermittlung der Inhalte wird immer bedeutender. Konkrete Einzelereignisse und die Wahlkampfaktivitäten der Parteien prägen die Entscheidung an der Urne. Werden dieses Jahr erneut ein TV-Duell oder eine Flutkatastrophe den Wahlausgang entscheidend beeinflussen oder wird es eine Richtungsentscheidung geben? Diese Fragen untersucht die von Manfred Güllner u.a. herausgegebene Studie Die Bundestagswahl 2002. Anlässlich dieser Neuerscheinung ordnen Manfred Güllner (Honorarprofessor an der FU Berlin und Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts forsa) und Politikberater Michael Spreng am 5. September, 11 Uhr, das für den 4. September 2005 angesetzte TV-Rededuell von Angela Merkel und Gerhard Schröder entsprechend ein. Das Pressegespräch mit anschließendem Imbiss findet in den Räumlichkeiten des forsa-Instituts, Max-Beer-Str. 24, 10119 Berlin, statt. Anmeldung wird erbeten unter info@forsa.de.

Der Unterschied zu anderen Studien: Die Beiträge in Die Bundestagswahl 2002 heben hervor, dass der Ausgang der Wahl in hohem Maße davon abhängt, wie sich der politische Willensbildungsprozess in den Wochen, Monaten und Jahren vor dem Wahltermin entwickelt hat. Aus den Ergebnissen lassen sich wertvolle Schlüsse für den derzeit laufenden Wahlkampf ziehen.

Rückblende: In den Wochen vor der Bundestagswahl 2002 deutete alles auf einen Regierungswechsel hin. Gleichwohl wurde die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder am 22. September 2002 knapp im Amt bestätigt. Der "Last-Minute-Swing" der großen Zahl an unentschlossenen Wählern beeinflusst den Wahlkampf: Professionelle Wahlkampfführung und ein geschicktes Themenmanagement werden unter diesen Bedingungen zu wichtigen Voraussetzungen des Wahlerfolgs. Vor diesem allgemeinen Hintergrund zeigt die Studie, welche Rolle 2002 die TV-Duelle von Gerhard Schröder und Edmund Stoiber, der drohende Krieg im Irak und die Flutkatastrophe gespielt haben. Die empirischen Analysen stützen sich auf ein breites Spektrum von Umfragen, die das Berliner Meinungsforschungsinstitut forsa im Vorfeld der letzten Bundestagswahl erhoben hat.

Der VS Verlag für Sozialwissenschaften mit Sitz in Wiesbaden ist ein Unternehmen der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media, Berlin.

Anmeldungen richten Sie bitte an: info@forsa.de

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