Jugendkonsum im internationalen Vergleich

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Elmar Lange, Sunjong Choi, Dojin Yoo und Grzegorz Adamczyk untersuchen Konsum- und Verschuldungsmuster deutscher, koreanischer und polnischer Jugendlicher

Wiesbaden, 03. November 2005. Sind Jugendliche im Kaufrausch? Nimmt man die weitläufigen Medienberichte ernst, geben sie Geld aus, das sie nicht haben, für Dinge, die sie nicht brauchen, um denjenigen zu imponieren, die sie nicht mögen, frei nach dem Motto: "Hast du was, bist du was". Auch nach Frustrationen in Schule, Betrieb oder Partnerschaft gehen sie ins nächste Kaufhaus - "Man muss sich ja was Gutes tun". Das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben scheinen sie verloren zu haben - "Irgendwer wird meine Schulden schon übernehmen". Schuld daran sind natürlich nicht die Jugendlichen selbst, sondern die Eltern und Erzieher sowie eine übermächtige Werbeindustrie, die gerade die Jugend mit immer subtiler und aggressiver werdenden Methoden verführt. Ob all diese Vorurteile tatsächlich zutreffen, untersuchen Elmar Lange, Sunjong Choi, Dojin Yoo und Grzegorz Adamczyk in ihrem Buch Jugendkonsum im internationalen Vergleich.

Im Mittelpunkt der empirischen Studie stehen zum einen die konkreten Einnahmen und Ausgaben, Art und Umfang des Kaufs und Konsums von Gütern und Dienstleistungen sowie der Besitz von Konsumgütern. Zum anderen geht es auch um abstraktere Konsummuster, wie den marktwirtschaftlich rationalen Konsum und davon abweichende Konsummuster, wie den demonstrativen und den kompensatorischen Konsum, einschließlich der Kaufsucht. Nicht zuletzt stellt sich dabei natürlich auch die Frage der Verschuldung bzw. Überschuldung der Jugendlichen.

Lange et.al. vergleichen in einem interkulturellen Ansatz dabei die Konsummuster der Jugendlichen in Deutschland, Korea und Polen - drei Länder, die inzwischen in die kapitalistische Weltwirtschaft integriert sind und damit auch im Konsumgüterbereich den Marktgesetzen unterworfen zu sein scheinen. Gleichwohl ist es eine interessante Frage, ob im Zuge der Globalisierung und der Homogenisierung der Weltwirtschaftsordnungen nicht doch noch regionale und lokale, ökonomische, soziale und kulturelle Besonderheiten vorhanden sind oder gar neu entstehen. Demzufolge folgen die Konsummuster der Jugendlichen unterschiedlichen institutionell-kulturellen Regimen, die sich aus ihren Tradtionen ergeben.

Elmar Lange ist Professor an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Sunjong Choi ist wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Prof. Dojin Yoo ist am Institut für Soziologie der Kyung-Hee Universität in Seoul, Korea, tätig. Grzegorz Adamczyk ist Dozent für Soziologie an der Katholischen Universität in Llublin sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der GfK-Polonia, Polen.

Für Hintergrundgespräche, Interviews oder Fachbeiträge steht Elmar Lange gerne zur Verfügung (Kontakt über Karen Ehrhardt, VS Verlag).

Das Buch richtet sich an SoziologInnen, ErziehungswissenschaftlerInnen, MarktforscherInnen und alle, die sich mit dem Thema Konsum beschäftigen.

Der VS Verlag für Sozialwissenschaften mit Sitz in Wiesbaden ist ein Unternehmen der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media, Berlin.

Kontakt:
Karen Ehrhardt
PR-Referentin
Tel.: 0611-7878-394 |Fax: 0611-7878-451
E-Mail: E-Mail an Karen Ehrhardt

Bibliografie:
Jugendkonsum im internationalen Vergleich
von Elmar Lange, Sunjong Choi, Dojin Yoo und Grzegorz Adamczyk
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005.
ISBN 3-531-14550-9












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