Wie wir morgen leben

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Horst W. Opaschowski legt zum zweiten Mal seinen Zukunftsreport "Deutschland 2020" vor: Wie werden, ja wie wollen wir in Zukunft leben?

Wiesbaden, 29. März 2006. Wohin driftet Deutschland? Was kommt wirklich auf uns zu? Wohlstandsverlust oder Leistungssteigerung, Konsumverzicht oder neue Lebenslust? Wie werden wir in Zukunft arbeiten und leben? Diese Fragen stellt sich "Mr. Zukunft", Europas führender Zukunftsforscher und erfolgreicher Autor von mehr als 30 Büchern, Horst W. Opaschowski seit dem Jahr 1988, als er sich mit der Frage: "Wie leben wir nach dem Jahr 2000" das erste Mal auf das Terrain der Zukunftsforschung wagte. Damals prognostizierte er den Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. 1997 wurde sein Wissenschaftsreport Deutschland 2010 zum Standardwerk für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Nun legt Opaschowski mit Deutschland 2020 den Nachfolgeband in der 2. Auflage vor. Wiederum handelt es sich um keinen kurzlebigen Trendbericht, sondern um einen wissenschaftlich abgesicherten Zukunftsreport - Situationsanalysen ergänzt um Zukunftsperspektiven, die auf empirischen Erhebungen basieren. Das Buch gibt verlässliche Prognosen auf grundliegende Strukturwandlungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik - Zukunftstrends, die unser Leben von morgen verändern.

Opaschowski stellt zunächst nüchtern die heutige Situation fest: "Auf den ersten Blick sind die Zeichen der Zeit für die Zukunft Deutschlands nicht gerade ermutigend: Jobabbau auf breiter Ebene und die wachsende Angst, nicht mehr gebraucht zu werden, steigende Energiepreise und höhere Lebenshaltungskosten sowie Verunsicherungen und Vertrauensverluste auf breiter Ebene gegenüber der Stabilität und Zukunftsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme geben nicht gerade Anlass zu Zukunftsoptimismus" (S. 15). Auf den zweiten Blick aber sei erkennbar, dass sich die Bücher zukunftsfähiger verhalten als die Politiker: Sie bauen sich selbst ihr Haus der Zukunftsvorsorge und vertrauen zunehmend ihrer 'sozialen Vollversicherung' Familie, Freunde und Nachbarn, durch die mangelndes Geldkapital durch Sozialkapital kompensiert wird. Wichtige Schlagworte sind - wie schon in der 1. Auflage - 'Soziales Volontariat', 'Kultur des Helfens' oder 'Freundeskreis als eine Art zweite Familie'; daneben gibt es mit "Die populärste Form von Glück. Die Urlaubswelt von morgen" ein völlig neues Kapitel in der aktuellen Auflage.

Horst W. Opaschowski ist Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.

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Bibliografie:
Deutschland 2020
Wie wir morgen leben - Prognosen der Wissenschaft
von Horst W. Opaschowski
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften,
2., erw. Aufl. 2006.
ISBN 3-351-14940-7
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